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Bild  Hepalbin™-Adsorber

Schlauchset Hepalbin-Adsorber

 

Zweckbestimmung:
Humanalbumin Lösungen stellen eine häufig intravenös verabreichte Zubereitung dar, über deren Wirkungen umfangreiche klinische Studien und Erfahrungen vorliegen.
Der Hepalbin™-Adsorber reichert zu über 99% die unphysiologischen Zusatzstoffe Octanoat und N-Acetyltryptophanat, die im Überschuss in der Lösung vorliegen und die Bindungskapazität des Albumins stark beeinträchtigen, aus der pharmazeutischen Infusionslösung während der Infusion bettseitig ab.
Dabei werden z.B. 100 ml Humanalbumin Infusionslösung 20% über den Hepalbin-Adsorber geleitet und anschließend nach Passage eines Partikelfilters bestimmungsgemäß intravenös appliziert. Bei Infusion von mehr als 100 ml und mehreren zusammengeschalteten Hepalbin™-Adsorbern übernimmt eine Infusionspumpe die Geschwindigkeitskontrolle. Das gilt ebenso für die Aufbereitung des Albumindialysats für Albumindialysen. Ziel ist die Schaffung freier Bindungsstellen am Albuminmolekül für die Aufnahme von toxischen Substanzen aus dem Blut von Patienten im Leberversagen.

 

Indikationen:
Humanalbumin ist eine Fraktion des Blutplasmas und wird gegenwärtig zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks als Infusion eingesetzt. Durch Bindung bzw. Freisetzung von endogenen und exogenen Toxinen, therapeutischen Pharmaka, lebenswichtigen Stoffen wie Fettsäuren, Vitaminen, Hormonen u.a. übt Albumin eine Schutzfunktion für den Körper aus, indem es die freie aktive Konzentration solcher Substanzen kontrolliert und gleichzeitig ein Reservoir für den späteren Einsatz bereitstellt. Bei Lebererkrankungen wird es gleichermaßen als Infusion angewendet um z.B. den Albuminverlust durch Paracentese zu ersetzen. Zusätzlich wird es auch in der extrakorporalen Detoxikation als Substitutionsmittel in der Plasmapherese oder als Dialysatzusatz in der Albumindialyse eingesetzt, bei der es die Entfernung albumingebundener Toxine des Leberversagens verstärkt.
Bei letzterer Anwendung hat sich herausgestellt, dass Zusatzstoffe, die dem Arzneimittel Humanalbumin während der Produktion vor der Pasteurisierung (Hitzevirusinaktivierung) zur Thermostabilitätssteigerung zugesetzt werden und anschließend im Präparat verbleiben, die Effektivität des Albumins zur Bindung von Toxinen (z.B. toxische Gallensäuren) wesentlich einschränken. Diese Zusatzstoffe sind Octanoat und N-Acetyltryptophanat. Bei Lebererkrankungen sind beide Substanzen dafür bekannt, die Ausbildung eines Leberkomas zu fördern. Natives Albumin enthält ursprünglich kein Octanoat und kein N-Acetyltryptophanat.
 
Wird Albumin über den Hepalbin™-Adsorber infundiert, ergeben sich für den Patienten im Leberversagen gegenüber der herkömmlichen Albumininfusion wichtige Vorteile. Octanoat und N-Acetyltryptophanat werden signifikant entfernt, was bei folgenden Indikationen besonders bedeutungsvoll ist:

  • Albumindialyse oder Apherese (MARS, SPAD u.a.)
  • Ascitisparacentese
  • Spontan Bakterielle Peritonitis
  • Hepatorenales Syndrom

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